So haben wir das Controlling verarscht

/// 3D Druck News am 10. Mai 2026///

Gegenüberstellung aus scheinbar billigem Desktop-3D-Druck und den in Meetings oft übersehenen Ingenieurstunden für Nacharbeit, Fehlversuche und Wartung.

“So haben wir das Controlling verarscht.”

Der Satz sitzt. Weil ihn fast jeder Ingenieur oder Projektleiter schon mal gedacht oder erlebt hat.

Intern wird ein Desktop-Drucker gekauft. Ein paar hundert Euro. Eine Filamentspule liegt irgendwo zwischen “kaum der Rede wert” und “unter der Freigabegrenze”. Im Meeting klingt das grandios: Wir machen das jetzt selbst. Schnell. Unabhängig. Billig.

Und genau da kippt die Rechnung – brutal.

Was das Controlling sieht – und was es nicht sieht

Was sichtbar ist, ist lächerlich banal:

  • 500-1.500 € für den Drucker
  • 20-30 € für eine Spule
  • ein bisschen Strom
  • ein bisschen Zubehör

Was unsichtbar bleibt und die Wirtschaftlichkeit killt:

  • Bauteil einordnen
  • Material festlegen
  • Slicing und Ausrichtung
  • Supports und Toleranzen prüfen
  • Ersten Fehlversuch einsammeln
  • Nacharbeiten
  • Nochmal drucken
  • Maß prüfen
  • Intern abstimmen
  • Maschine sauber halten
  • Nozzle wechseln
  • Parameter nachziehen

Am Ende erklärt jemand, warum das “billige Inhouse-Teil” trotzdem drei Stunden teure Ingenieurzeit gefressen hat.

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In 30 Sekunden siehst du, ob dein Inhouse-Druck wirklich günstig ist – oder ob du gerade teure Ingenieurzeit verbrennst.

Die echte Break-even-Frage

Die ehrlichste Frage lautet nicht “Was kostet die Spule?”

Sie lautet: Wie viele Minuten interne Arbeitszeit darf dieses Teil fressen, bevor extern günstiger ist?

Externer Preis Interne Fixkosten Max. interne Arbeitszeit
20 € 5 € 16 Minuten
35 € 8 € 29 Minuten
70 € 18 € 57 Minuten
120 € 35 € 93 Minuten

Die drei Kostenblöcke, die intern fast immer fehlen

1. Ingenieurzeit ist nicht gratis
Seine Stunde hat Vollkosten – und die fehlt gleichzeitig an Konstruktion, Freigabe oder Kundenprojekt.

2. Fehlversuche sind kein Randphänomen
Warping, Maßkorrekturen, schlechte Oberflächen – genau deshalb: ASA ohne Warping.

3. Prozesspflege ist Arbeit
Düsen, Profile, Trockenlagerung – ein Drucker, der “eigentlich ganz okay läuft”, ist noch kein Prozess.

Musterkalkulationen 2026 – echte Unternehmensbauteile

Bauteil Externer Preis Interner Aufwand Interne Vollkosten
Einfache Halterung PLA+ 29 € 51 Minuten 54 €
ASA-Gehäuse Innen/Außen 69 € 120 Minuten 129 €
Kleine Montagevorrichtung 119 € 159 Minuten 201 €
1-5 Teile oder mehrere Varianten prüfen?
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Bei 6+ STL-Dateien: → Sammel-Upload nutzen

Wann Inhouse trotzdem sinnvoll ist – und wann nicht

Inhouse gewinnt nur, wenn drei Dinge gleichzeitig stimmen: echtes Volumen, sauberer Prozess und geschäftskritischer Iterationsvorteil. Sonst verbrennst du teure Ingenieurzeit.

→ Zum Entscheidungsbaum: Intern oder extern?

Falls Material die Unsicherheit ist: Materialwahl für Funktionsteile

Schockierender Kostenvergleich Inhouse-3D-Druck: Was das Controlling sieht (29 € Halterung, 69 € ASA-Gehäuse, 119 € Montagevorrichtung) gegenüber der bitteren Realität interner Vollkosten (54 €, 129 €, 201 €) - bis zu 87 % teurer durch versteckte Ingenieurzeit, Slicing, Supports und Fehlversuche

Checkliste – ehrliche Inhouse-Entscheidung

Wenn du viermal oder öfter “Nein” sagen musst, hör auf zu schönzurechnen.

  • Ist das Teil wirklich wiederkehrend?
  • Ist Material und Einsatzfall klar?
  • Gibt es intern einen Verantwortlichen?
  • Liegt der Aufwand pro Teil unter einer Stunde?
  • Sind Fehlversuche und Nacharbeit einkalkuliert?
  • Würdest du die Rechnung auch mit voller Ingenieurstunde unterschreiben?

Der nüchterne Schluss

3D-Druck intern ist nicht dumm.
Falsch gerechneter Inhouse-3D-Druck ist teuer.

Der Fehler beginnt nicht beim Drucker. Er beginnt dort, wo aus einem sinnvollen Werkzeug eine romantische Sparmaßnahme wird – und später genau daraus Sunk Cost Engineering entsteht.

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