Beschilderung fällt oft erst dann auf, wenn sie im Betrieb plötzlich relevant wird. Zum Beispiel bei Umbau, neuer Nutzung, Betreiberwechsel oder einer Begehung. Dann geht es nicht mehr nur um schöne Optik, sondern darum, dass Orientierung für alle funktioniert.
In öffentlich zugänglichen Bereichen sind taktile Hilfen die Voraussetzung, damit ein Orientierungssystem barrierefrei nutzbar ist. Dazu gehört in der Praxis meist die Kombination aus Profilschrift (erhaben) und Braille-Schrift (Brailleschrift, Blindenschrift). Sobald taktile Beschilderung gefordert ist, ist Braille-Schrift in vielen Anwendungen der Standard, weil die Lösung sonst häufig als unvollständig wahrgenommen wird und später nachgezogen werden muss.
Damit das Ergebnis verlässlich ist, orientieren sich viele Projekte an etablierten Vorgaben und Normen wie DIN 18040 (barrierefreies Bauen und Orientierung), DIN 32976 (Braille) und DIN 32986 (taktile Schrift und Gestaltung). Wichtig sind dabei vor allem: gut ertastbare Punktgeometrie, klare Schriftgestaltung, konsistente Anordnung sowie eine Montage, die im Alltag wirklich nutzbar ist.
Braille-Schrift als Projekt statt Einzelschild
Der typische Engpass ist selten die Fertigung, sondern fehlende Systemlogik. Das führt zu Reibung im Alltag:
- jedes Schild wird einzeln gelöst und wirkt am Ende uneinheitlich
- Datenstände sind nach Monaten nicht mehr auffindbar
- Material passt optisch, aber nicht zur Nutzung und Reinigung
- Nachbestellungen werden jedes Mal wieder ein eigenes Mini-Projekt
Darum wird taktile Beschilderung bei 3D Druck München bevorzugt projektorientiert umgesetzt: Konstruktion, Materialwahl und Fertigung greifen ineinander, damit es später ruhig bleibt und Nachbestellungen sauber möglich sind.
Wenn Sie mehrere Schilder oder ein System benötigen (Räume, Etagen, Bereiche), starten Sie über die Projektmitteilung. Darüber stufen wir Ihr Vorhaben ein und ordnen es einem passenden Komplettpaket zu:
Projektmitteilung senden
Komplettpakete ansehen
Wenn Sie eine fertige STL-Datei für ein einzelnes Schild haben, können Sie direkt über die Online-Kalkulation bestellen:
Ein Beispiel: 3ddruckmuenchen.com in Blindenschrift
Ein Beispiel: 3ddruckmuenchen.com in Blindenschrift
Um Ihnen zu zeigen, wie einfach es ist, ein Schild mit Blindenschrift zu erstellen, haben wir den Schriftzug “3ddruckmuenchen.com” als Beispiel gewählt. Hier sehen Sie, wie sich die einzelnen Buchstaben zusammensetzen (die Visualisierung der Blindenschrift kann über diese Website vorgenommen werden):
https://www.cbm.de/behinderung-und-sprache/blindenschrift-braille/blindenschrift-uebersetzer.html
So entsteht die Braille-Schrift aus Klartext. In einem Projekt übernehmen wir diese Logik konsistent für alle Räume und Bereiche, inklusive sauberer Datenstände, damit das System jederzeit nachbestellbar bleibt.
Um ein Schild für Blinde zu erzeugen, sind wir wie folgt vorgegangen:
- Wir haben den Text “3ddruckmuenchen.com” in den Braillegenerator eingegeben (https://wbt.wien/online-tools/braillegenerator/).
- Wir haben auf “3D Modell aktualisieren” geklickt und die Datei heruntergeladen (“STL Datei herunterladen”).
- Wir haben die Datei im Online-Kalkulator hochgeladen und uns für PLA als Material und weiß als Farbe entschieden.
- Das Schild ist nach 2-3 Tagen nach Bestelleingang beim Empfänger.
Wie Sie sehen können, ist das Schild klar und deutlich lesbar für blinde und sehbehinderte Menschen.
Vorgaben und Normen: kurz, aber entscheidend
Bei taktiler Beschilderung entscheidet die Ausführung darüber, ob sie im Alltag wirklich nutzbar ist. Normen wie DIN 18040, DIN 32976 und DIN 32986 geben dafür den Rahmen vor. In Projekten hilft das vor allem, typische Fehler zu vermeiden: uneinheitliche Gestaltung, schlecht ertastbare Punkte, ungeeignete Materialien oder eine Montage, die am Ende nicht praktikabel ist.
Für Betreiber zählt dabei vor allem ein Punkt: Wenn ein Orientierungssystem öffentlich genutzt wird und taktile Informationen benötigt, sollte Braille-Schrift von Anfang an mitgedacht werden. Nachrüsten ist meistens teurer, langsamer und organisatorisch deutlich unruhiger.
So läuft die Umsetzung bei 3D Druck München
Wenn es mehr als ein Einzelschild ist, lohnt sich der projektorientierte Weg. Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten:
- Projektmitteilung senden (Einsatzort, Anforderungen, Stückzahl, Datenstand)
- Einstufung und passendes Vorgehensmodell
- Umsetzung über ein Komplettpaket (Konstruktion, Materialwahl, Fertigung)
- Nachbestellbarkeit als fester Bestandteil, damit Änderungen später keine neue Baustelle werden
Wenn Sie zusätzlich einen Überblick über unseren Service und typische Anwendungen möchten, finden Sie ihn hier:
3D Druck Service
Weitere Anwendungsmöglichkeiten von 3D-gedruckter Blindenschrift
Neben Schildern können Sie mit 3D-Druck auch andere Objekte mit Braille-Schrift versehen. Hier sind einige Beispiele, wie taktile Informationen im Alltag helfen können:
- Ein Lehrer druckt ein taktiles Periodensystem mit Blindenschrift für seine Chemiestunde aus. So können blinde Schüler die Elemente lernen und erkennen.
- Ein Museum druckt kleine Modelle von berühmten Gebäuden mit Blindenschrift aus. So können blinde Besucher die Architektur erfühlen und besser einordnen.
- Ein Spielzeughersteller druckt einen Würfel mit verschiedenen Zahlensystemen inklusive Braille. So lassen sich Zahlensysteme spielerisch vergleichen und üben.
Fazit
Braille-Schrift macht taktile Beschilderung in vielen öffentlichen Anwendungen erst vollständig. Mit 3D-Druck lässt sich das reproduzierbar und nachbestellbar umsetzen. Wenn Sie ein Einzelschild mit fertiger Datei haben, nutzen Sie die Online-Kalkulation. Wenn es um ein System für Räume, Etagen oder ganze Bereiche geht, starten Sie über die Projektmitteilung, damit wir es passend einstufen und als Komplettpaket umsetzen.
