Nachhaltigkeitserklärung zum 3D-Druck: Wir setzen auf Fertigung nach Bedarf und eine zum Einsatz passende Materialwahl. Für 3DDruckMuenchen ist der Umgang mit Material und Energie ein zentrales Thema. Die folgenden Beispiele beschreiben einzelne Aspekte unserer Fertigung.
Nur produzieren, was benötigt wird – Fertigung nach Bedarf
Supermarktregale sind voll mit Lebensmitteln und anderen Produkten, die über Wochen auf einen Käufer warten. Kurz vor Ablauf der Haltbarkeit landen diese sogar im Abfall. Dieses Beispiel zeigt, was jeden Tag tausendfach in Deutschland passiert. Ursache hierfür ist, dass auf eine mögliche Nachfrage produziert wird. Kunden sollen zum Spontankauf gelockt werden.
Additive Fertigung eignet sich für eine nachfrageorientierte Produktion. Wir fertigen Ihre Bauteile nach Bestellung, statt fertige Produkte auf Vorrat zu produzieren. Einzelstücke und Kleinserien lassen sich so passend zum tatsächlichen Bedarf herstellen. So entstehen Ihre Bauteile erst dann, wenn Sie diese benötigen.
Beim Materialverbrauch stimmen wir Stabilität und inneren Aufbau auf die Anwendung ab: Eine geeignete Füllstruktur kann bei gleicher äußerer Geometrie weniger Material benötigen als ein vollständig massiv gedrucktes Bauteil. Wie viel Material eingesetzt wird, hängt von Geometrie, Belastung und Druckeinstellungen ab.
Kunststoffteile aus München
Ihre Bauteile werden in München gefertigt. Additive Fertigung ermöglicht eine ortsnahe Produktion passend zum Bedarf. Für Sendungen innerhalb Deutschlands nutzen wir den DHL-Service “GoGreen Plus”. Mit GoGreen Plus unterstützen wir zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen im deutschen DHL-Logistiknetz.
Energieeinsatz bei der Fertigung
Die benötigte Heizleistung hängt vom Werkstoff, der Druckdauer und dem Bauteil ab. Die Temperaturen von Druckdüse und Druckplatte richten sich nach dem Material und der erforderlichen Haftung.
Automatisches Leveling für weniger Fehldrucke im 3D-Druck.
Vor jedem Druck wird mithilfe einer 9-Punkt-Kalibrierung eine gute Haftung des Druckobjekts sichergestellt. Durch dieses Qualitätsmanagement wird eine hohe Druckqualität gewährleistet sowie möglicher Produktionsausschuss durch losgelöste Bauteile während der Herstellung vermieden (Video des 9 Punkte Auto-Levelling)
Materialwahl für Ihre Anwendung
Weltkonzerne beschäftigen sich mit der Herkunft von Rohstoffen und Halbzeuge und deren Verarbeitung. Für 3DDruckMuenchen steht die Eignung für den jeweiligen Einsatz im Vordergrund.
Bei der Beschaffung des Filaments achten wir auf Eigenschaften und Verarbeitbarkeit. Der Fertigungsort unserer Bauteile ist München; daraus folgt keine Aussage über die Herkunft sämtlicher Rohstoffe.
Wir wählen Werkstoff und Fertigungsparameter passend zu den Anforderungen Ihres Bauteils.
Kunststoffe passend zum Einsatzzweck
Wir verarbeiten PLA+, ASA und PA12-CF für unterschiedliche technische Anforderungen. Biobasierte Rohstoffe allein belegen keine bessere Umweltbilanz. Mehr Informationen zu biobasierten Kunststoffen gibt es beim Bundesumweltamt. Außerdem interessant: PLA und Lebensmittelkontakt, die Eignung eines fertigen Bauteils muss anhand von Material, Herstellung und vorgesehenem Einsatz beurteilt werden.
In einem weiteren Artikel betrachten wir die Möglichkeiten, alte Fischernetze aus den Meeren für den 3D-Druck einzusetzen. Dieses Material gehört derzeit nicht zu unserem Standardangebot.
Darüber hinaus beobachten wir die aktuelle PFAS-Thematik.
Verpackung für den Versand
Für den Versand wählen wir Verpackung und Polsterung passend zu Größe und Empfindlichkeit des Bauteils. Die Polsterung soll Ihre Teile während des Transports schützen.
Emissionen beim Verarbeiten von Filament
Beim Erhitzen von Filament können Partikel und flüchtige Stoffe entstehen. Art und Menge hängen unter anderem vom Material und den Druckbedingungen ab.
- Die Emission ultrafeiner Partikel (UFP) hängt vom Werkstoff und der Verarbeitungstemperatur ab.
- Die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC – volatile organic compounds) hängt ebenfalls vom Werkstoff und den Druckbedingungen ab.
Quelle: ddd-filament.com
Mithilfe von Thermografie: Wärmeverteilung sichtbar machen
Für die notwendige Haftung kann es sinnvoll sein, die Druckplatte auf eine höhere Temperatur zu bringen. Dabei geht jedoch viel Wärme verloren. Die Temperatur muss zum Material und zur erforderlichen Haftung passen.
Grundfläche, Geometrie und Material beeinflussen die Haftung auf der Druckplatte. Geeignete Temperaturen und Druckeinstellungen helfen, ein Ablösen oder einen Verzug der ersten Schicht zu vermindern.
Für künftige Druckerentwicklungen kann es sinnvoll sein, selektiv beheizte Druckplatten anzubieten. Wir beobachten diese Entwicklung im Hinblick auf ihren Energieeinsatz und ihre Eignung für unsere Fertigung. Wir hoffen, in der nächsten Nachhaltigkeitserklärung von neuen Entwicklungen im 3D-Druck berichten zu können.
Die thermografische Analyse des Druckkopfs kann sinnvoll sein, um Wärmeverlust zu vermeiden. Das Hotend kann über 200°C heiß sein. Mithilfe einer Wärmebildanalyse können Temperaturverteilung und mögliche Wärmeverluste sichtbar gemacht werden. Ein Ausfall der Kühlung kann den Druckkopf beschädigen und zieht einen Maschinenausfall nach sich.
Verantwortung über das, was wir drucken
Mit 3D-Druck ist es (fast) möglich, alles herzustellen. Das gilt auch für gefährliche Gegenstände. Der Druck von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen, die geeignet sind, das Leben und die Gesundheit zu gefährden, lehnen wir diskussionslos ab.
